24.4.2024

Ein Grund zu feiern: Grüne Energieversorgung komplett in Betrieb

Lesezeit: 3 Minuten

Pünktlich zum Frühlingsbeginn ist die gesamte Energieinfrastruktur in der Ressourcenschutzsiedlung Bedburg-Kaster in Betrieb. Damit hat das SmartQuart-Team seinen größten Meilenstein in diesem Quartier erreicht. Als letztes Element ging das Erdkollektorenfeld in Betrieb, das Strom für die effiziente, klimaneutrale Wärmeversorgung zur Verfügung stellt. Alles in allem werden in der Siedlung nun 110 Haushalte intelligent mit grüner Energie versorgt. Das feierten die Quartiersbewohner*innen sowie Vertreter*innen aus Politik, Presse und dem SmartQuart-Team am 12. April 2024. Erfahren Sie hier alles Wichtige über den Pressetermin und das Frühlingsfest.  

„Die Energiewende ist eine Jahrhundertaufgabe mit vielen Lösungsansätzen“

Mit diesen Worten eröffnete Stefan Küppers, Technikvorstand der Westenergie, den Pressetermin zur offiziellen Inbetriebnahme der Energieversorgung des Bedburger Quartiers mit rund 50 Teilnehmenden – darunter viele Journalist*innen, welche die Siedlung und ihre Energiezentrale vor Ort erleben und darüber berichten wollten. Nach einem Statement von Bürgermeister Sascha Solbach überzeugten sie sich auf dem Quartiersrundgang, dass in Bedburg schon jetzt ein Lösungsansatz für klimaneutrale Energieversorgung erfolgreich umgesetzt ist. Alles zum Pressetermin und mehr Infos zur Energieversorgung finden Sie hier in der Pressemitteilung:

Rundgang durch die Ressourcenschutzsiedlung Bedburg-Kaster.

130 Bewohner*innen nutzten Frühlingsfest zum Austausch

Im Anschluss an die Presseveranstaltung wurde um 16 Uhr zum Frühlingsfest geladen. Ab nachmittags trafen sich rund 130 Bewohner*innen der Ressourcenschutzsiedlung – darunter viele Familien mit Kindern – zum Frühlingsfest. Ein Angebot an alle, sich über die aktuellen Entwicklungen in der Siedlung zu informieren, sich untereinander auszutauschen und das neue Dashboard des digitalen Energiemanagementsystems für das Quartier kennenzulernen. Über dieses digitale Tool können alle Bewohner*innen den individuellen Energieverbrauch sowie weitere interessante Insights abrufen. Rund um die Uhr. Dass die Inbetriebnahme der Quartiersversorgung ein voller Erfolg ist, zeigen auch viele O-Töne der Bewohner*innen: „Die Stromversorgung funktioniert einwandfrei, genau wie die Heizung. Wir freuen uns, dass bei uns alles läuft.“, sagt zum Beispiel Markus Kurzawe.

Markus Kurzawe
Markus Kurzawe: „Die Stromversorgung funktioniert einwandfrei, genau wie die Heizung. Wir freuen uns, dass bei uns alles läuft.“

„Wir saßen nie im Kalten“

Für die Erzeugung grüner Wärme wird eine innovative Kombination verschiedener Technologien eingesetzt: Abwasser-Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen, ein Wärme-Pufferspeicher mit einer Kapazität von 10.000 Litern und Erdwärmekollektoren auf einer Fläche von etwa 400 m². Zusätzlich ist ein Niedrigtemperaturnetz mit flexiblen Temperaturen implementiert, das überflüssigen Energieverlust vermeidet und den Bewohner*innen im Sommer sogar eine Kühlung ihrer Gebäude ermöglicht. Diese Komponenten werden intelligent von der Energiezentrale des Quartiers gesteuert, wo alle Energiedaten zusammenlaufen. So können die Bewohner*innen der Siedlung klimafreundlich, sicher und preiswert mit Energie versorgt werden. So berichtet Jasmin Matros: „Ich habe jetzt hier schon zwei Winter hinter mir und wir saßen nie im Kalten, es funktioniert alles gut. Jetzt, gerade vor dem Hintergrund der Energiepreisanpassung, hat man hier ein attraktives Angebot beziehungsweise einen attraktiven Vertrag geschlossen. Ich fühle mich sehr wohl und bin zufrieden.“

Bildergalerie der Quartiersbewohner*innen Jasmin Matros, Katharina Benisch, Markus Kurzawe und Philip Funda
Jasmin Matros: „Ich habe jetzt hier schon zwei Winter hinter mir und wir saßen nie im Kalten, es funktioniert alles gut. Jetzt, gerade vor dem Hintergrund der Energiepreisanpassung, hat man hier ein attraktives Angebot beziehungsweise einen attraktiven Vertrag geschlossen. Ich fühle mich sehr wohl und bin zufrieden.“

Ressourcenschutz ist selbstverständlich

Das Quartier setzt außerdem auf die ressourcenschonende Bauweise nach dem Faktor-X-Prinzip. Das heißt, für alle Gebäude wurden im Vergleich zur konventionellen Bauweise nur halb so viele Ressourcen verwendet und Treibhausgase verursacht. Ein Thema, das auch vielen der Menschen, die im Quartier leben, am Herzen liegt. Phillip Funda sagt: „Dass man Ressourcen schonen muss, ist für den Schlag Mensch, der hier wohnt, gar nicht mehr so ein Riesenthema. Meint: Das ist selbstverständlich. Die Ressourcen sind nun mal endlich, und man muss auf diese achten. Und das ist den Generationen, die hier wohnen, sehr bewusst.“

Philip Funda
Philip Funda: „Dass man Ressourcen schonen muss, ist für den Schlag Mensch, der hier wohnt, gar nicht mehr so ein Riesenthema. Meint: Das ist selbstverständlich. Die Ressourcen sind nun mal endlich, und man muss auf diese achten. Und das ist den Generationen, die hier wohnen, sehr bewusst.“

Die Stadt Bedburg und das SmartQuart-Projekt zeigen, was möglich ist: Eine grüne Energieversorgung mit lokal erzeugtem Strom aus regenerativen Quellen und ein konsequenter Ressourcenschutz. „Ich habe vorher in der Stadt gelebt, das war natürlich ganz was anderes. Jetzt lebt man zum einen im Grünen. Um zum anderen finde ich es super, dass wir hier diesen regenerativen Ansatz fahren, da es wichtig ist, dass jemand den Anfang macht und somit beispielgebend ist.“, sagt Katharina Benisch und macht deutlich: damit Quartiere wie Bedburg-Kaster solch eine Vorreiterrolle einnehmen können, braucht es nicht nur starke Partner, sondern auch überzeugte Bewohner*innen, die Teil der Energiewende vor Ort sind.

Katharina Benisch: „Ich habe vorher in der Stadt gelebt, das war natürlich ganz was anderes. Jetzt lebt man zum einen im Grünen. Um zum anderen finde ich es super, dass wir hier diesen regenerativen Ansatz fahren, da es wichtig ist, dass jemand den Anfang macht und somit beispielgebend ist.“